Année politique Suisse 1966 :   / Die Gesetzgebung in den Kantonen
 
2. Öffentliche Finanzen — Finances publiques
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Steuerwesen
Zürich : Revision des Steuergesetzes (Einführung der Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmer) in der Volksabstimmung angenommen; Nein-Parole der Freisinnigen und der Demokraten (NZZ, 321, 24.1.66; 1641, 15.4.66; 1716 u. 1720. 20.4.66; 1809, 25.4.66). — Gegenvorschlag zu einer Steuerinitiative der Partei der Arbeit und einer Initiative zur Förderung des Sparens (Steuererleichterungen für Rentner, Steuerfreiheit kleiner Kindersparguthaben, Erhöhung der allgemeinen Abzüge) nach Rückzug der Initiativen in der Volksabstimmung angenommen; Nein-Parole der Demokraten (NZZ, 1994, 5.5.66; 2323, 26.5.66; 3622, 29.8.66; 3724, 5.9.66; 3839, 13.9.66; 3951, 19.9.66; 4744, 4.11.66; 5012, 21.11.66).
Nidwalden : Revision des Steuergesetzes (Ermässigung der Steueransätze für niedrige und mittlere Einkommen, Erhöhung von Kinderabzügen) in der Landsgemeinde angenommen (Vat., 19, 24.1.66; 31, 7.2.66; 95, 25.4.66).
Freiburg : Revision des Steuergesetzes (Ermässigung der Steueransätze für niedrige und mittlere Einkommen) vom Grossen Rat angenommen (Lib., 152, 4.7.66; 160-162, 13.-15.7.66).
Baselland : Sozialdemokratische Volksinitiative für Zuschlagsteuer auf höheren Einkommen eingereicht und vom Landrat abgelehnt; Zuschlagsteuergesetz (auch mittlere Einkommen erfassend) vom Landrat gutgeheissen, nach Rückzug der Initiative aber in der Volksabstimmung verworfen; Nein-Parole des Gewerbeverbandes (NZZ, 1387, 30.3.66; BN, 157, 15.4.66; NZ, 268, 14.6.66; 423, 13.9.66; 425, 14.9.66; 552, 28.11.66).
Schaffhausen : Gegenvorschlag zu sozialdemokratischer Volksinitiative für Erweiterung der Sozialabzüge, Berufskostenabzüge und Freibeträge (geringeres Ausmass) in der Volksabstimmung angenommen (NZZ, 2955, 5.7.66; 3713, 5.9.66).
Appenzell Innerrhoden : Neues Steuergesetz (allgemeine Einkommenssteuer mit ergänzender Vermögenssteuer anstelle der bisherigen Vermögens- und Erwerbssteuer, Berücksichtigung des Aufwands bei der Veranlagung, Freibetrag, Unkostenersatz für Unselbständigerwerbende, Personalversicherungsabzug, höherer Kinderabzug) vom Grossen Rat in Beratung gezogen (NZ, 38, 24.1.66).
St. Gallen : Revision des Steuergesetzes, z. T. im Zusammenhang mit sozialdemokratischer Volksinitiative (Erhöhung von Sozialabzügen und Freibeträgen, Steuerbezug an der Quelle bei ausländischen Saisonarbeitern, Amnestie bei Anschlussamnestie des Bundes, Erhöhungen bei Kapitalsteuer, Grundstücksteuer juristischer Personen und Reinertragsbesteuerung der Genossenschaften), vom Grossen Rat angenommen; Rückzug der Initiative (Ostschw., 269, 18.11.65; 270, 19.11.65; 273, 23.11.65; 27, 2.2.66; NZ, 64, 8.2.66; NZZ, 647, 15.2.66).
Aargau : Neues Steuergesetz (verschärfte Progression, Ermächtigung des Grossen Rates zur Anpassung der Einkommenssteueransätze an den Lebenskostenindex, stärkere Belastung baureifer Grundstücke, Berücksichtigung der Sozialabzüge bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens, direkter Finanzausgleich aus Gewinnsteuern und Steuerzuschlägen, Ausgleichsbeiträge an Gemeinden nach Staatssteueraufkommen berechnet) in der Volksabstimmung angenommen (NZZ, 3349, 15.8.65; 2305, 25.5.66; 4300, 10.10.66; 4446, 18.10.66; Vat., 264, 13.11.65).
Tessin : Gegenentwurf zu einer Volksinitiative (Ermässigung der Steueransätze für niedrige und mittlere Einkommen, Abzüge für Unselbständigerwerbende und Doppelverdiener) vom Grossen Rat angenommen (NZZ, 1219, 20.3.66; 1350, 28.3.66; Dov., 68, 24.3.66; CdT, 69, 25.3.66). — Neues Gesetz über Stempelsteuer (Erleichterungen und Vereinfachungen) vom Grossen Rat angenommen (CdT, 27.5.66; 17.6.66).
Wallis : Sozialistische Initiative für Revision des Steuergesetzes (Erhöhung der Sozialabzüge und Freibeträge, Angleichung der Gemeindesteuern an die Staatssteuer, Erweiterung des interkommunalen Finanzausgleichs) eingereicht (GdL, 37, 14.2.66; TdL, 186, 5.7.66).
Genf : Revision des Steuergesetzes (Quellensteuer für nicht niedergelassene ausländische Arbeitnehmer, Ermässigung der Steueransätze für niedrige und mittlere, Erhöhung für höhere Einkommen, Erhöhung der Familienabzüge, höhere Ansätze bei grösseren Vermögen, bei Gewinn- und Kapitalsteuern für juristische Personen, stärkere Belastung von Ausländern, Personalsteuer) vom Grossen Rat in Beratung gezogen (TdG, 247, 22.10.66; JdG, 289, 10./11.12.66; NZZ, 5408, 12.12.66).
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Finanzausgleich
Zürich : Gesetz über Staatsbeiträge an die Gemeinden und Finanzausgleich als Gegenvorschlag zu Volksinitiativen der Partei der Arbeit von 1947 über interkommunalen Finanzausgleich und der BGB von 1957 über einheitliche Beitragsskala für Staatsbeiträge (beschränkte Vereinheitlichung der Grundlagen für Beitragsberechtigung und -bemessung, Grundsteuererträge beim Finanzausgleich nicht mehr berücksichtigt, gleitende Berechtigungsgrenze in Korrelation zu den Gemeindesteuerfüssen, Fonds für Sonderbeiträge an grosse öffentliche Werke, z. T. aus Beiträgen der finanzstärksten Gemeinden geäufnet) in der Volksabstimmung angenommen; staatsrechtliche Beschwerde von 7 Gemeinden beim Bundesgericht (NZZ, 5078, 27.11.65; 5140, 1.12.65; 5273, 8.12.65; 5462, 18.12.65; 85, 8.1.66; 117, 11.1.66; 2497, 6.6.66; 2610, 13.6.66; 2725, 20.6.66; 2942, 4.7.66; 3592, 27.8.66; 3826, 12.9.66).
Uri : Entwurf zu neuer Verordnung über Finanzausgleich vom Landrat zu neuer Überprüfung an den Regierungsrat zurückgewiesen (Vat., 147, 28.6.66).
Schwyz : Neues Gesetz über Finanzausgleich (Erhöhung und Differenzierung der Beiträge an Schulbauten und Lehrerbesoldungen) vom Regierungsrat beantragt (NZZ, 1659, 16.4.66; 2291, 24.5.66).
Graubünden : Revision des Gesetzes über interkommunalen Finanzausgleich (stärkere Dotierung des Ausgleichsfonds durch Staat und Gemeinden) vom Grossen Rat zuhanden der Volksabstimmung angenommen (NZZ, 4893, 14.11.66; 5201 u. 5211, 1.12.66).
Aargau : Direkter Finanzausgleich, vgl. 2 a) Steuerwesen.
Wallis : Erweiterung des Finanzausgleichs, vgl. 2 a) Steuerwesen.
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Kantonalbanken
Zürich : Revision des Kantonalbankgesetzes (Wahl der Direktoren durch den Bankrat statt durch den Kantonsrat, eigene Kreditkompetenz der Direktion) vom Kantonsrat in Beratung gezogen (NZZ, 1577, 12.4.66; 5151, 28.11.66).
Luzern : Revision des Kantonalbankgesetzes (Erweiterung der Kompetenzen des Bankrates) vom Grossen Rat in Beratung gezogen (Vat., 249, 26.10.66; BN, 455, 26.10.66).