Im Berichtsjahr fällte das UVEK die Konzessionsentscheide für regionale Radio- und Fernsehstationen. Die Sendekonzessionen gewährleisten einen privilegierten Zugang zu einer der knappen Radiofrequenzen. Darüber hinaus erhalten alle konzessionierten Fernsehstationen sowie 21 Lokalradios in Randgebieten und Bergregionen Gebührengelder von insgesamt rund CHF 50 Mio. In einem ersten Schritt wurden im Juli jene 27 UKW-Radio- und sechs Regionalfernsehveranstalter konzessioniert, die in ihren Versorgungsgebieten ohne Konkurrenz angetreten waren. Im August folgte der Entscheid über die Zuteilung der 14 UKW-Radio- und sieben Regionalfernsehlizenzen, um die sich jeweils mehrere Veranstalter beworben hatten. Zwei Fernseh- und zwei Radiostationen verloren dabei ihre bisherige Konzession an andere Bewerber. In der Innerschweiz wurde «Tele Tell» (AZ-Medien) vom Neubewerber «Tele 1» (Neue Luzerner Zeitung bzw. NZZ-Gruppe) verdrängt. Im Grossraum Zürich erteilte das UVEK die Konzession an «Tele Top» von Günter Heuberger und nicht an «Tele Züri» von Tamedia. Bei den Radioveranstaltern ging im Raum Zürich-Glarus «Radio Energy» (Ringier) leer aus; es muss seine Sendetätigkeit einstellen oder auf das Internet ausweichen. Die Frequenzen von «Radio Energy» erhielt «Radio 1» von Roger Schawinski. Im Arc Lémanique wurde der neue Sender «Buzz FM» (Stéphan Barbier Mueller) und nicht «Radio One FM» (Overshop Holding SA) konzessioniert. Allerdings verzichtete «Buzz FM» noch im November auf seine Sendelizenz und übertrug sie an «One FM».
Mehrere Veranstalter («Radio AG» von Roger Schawinski (AG), «RBB – Radio, das mehr Basel bietet» von Christian Heeb (Raum Basel), «Radio Energy» von Ringier (Raum Zürich-Glarus), «Radio Südost» von Roger Schawinski (Südostschweiz), «Tele Säntis» (Ostschweiz)), welche keine Konzession erhalten hatten, fochten den Entscheid des UVEK beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) an.