Als Reaktion auf den im Herbst 2023 veröffentlichten Bericht zu Missbrauchsfällen innerhalb der schweizerischen katholischen Kirche forderte Kathrin Bertschy (glp, BE) mit einer parlamentarischen Initiative, dass die katholische Kirche als Konzern behandelt und damit für jegliche Missbrauchsfälle in den eigenen Reihen haftbar gemacht wird. Zudem forderte sie eine staatliche Untersuchung sowie die Aufarbeitung und strafrechtliche Verfolgung vergangener Fälle. Nachdem die RK-NR ein Kommissionspostulat zum Thema eingereicht hatte (Po. 24.3472), zog Bertschy ihr Anliegen Anfang Mai 2024 zurück. Die RK-NR forderte mit dem Postulat, dass in einem Bericht unter anderem dargelegt wird, inwiefern Organisationen mit einem Auftrag zur Betreuung vulnerabler Personen sexuellen Missbrauch aufarbeiten.