Nach Schweden und den USA ist die Schweiz weltweit das dritte Land, in dem über 7% des BIP in der Informatik- und Telekommunikationsbranche erwirtschaftet werden, weshalb der zunehmende Mangel an einheimischen Fachleuten doppelt schwer wiegt. Verschiedene parlamentarische Vorstösse verlangten deshalb Ausbildungs- und Umschulungsinitiativen im Bereich der Informatik, resp. – nach deutschem Muster – die Erteilung von „Green cards“ für Informatikfachleute aus Ländern (insbesondere Indien), in denen die Schweiz aufgrund ihrer ausländerpolitischen Grundsätzen eigentlich keine Arbeitskräfte rekrutiert. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie und mit ihm der Bundesrat verwiesen allerdings immer wieder auf unternommene Anstrengungen in diesem Ausbildungsbereich, weshalb spätestens 2004 der einheimische Personalengpass überwunden sein sollte. Eine Öffnung des Arbeitsmarktes wurde hingegen abgelehnt. Eine EmpfehlungLangenberger (fdp, VD), im EVD einen Pool „Beschäftigung/Ausbildung“ zu bilden mit der Aufgabe, vor allem die Entwicklungen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien einer Analyse zu unterziehen und für diese Bereiche eine kohärente Politik zu erarbeiten, wurde auf Antrag des Bundesrates, der auf die Tätigkeiten bereits bestehender Amtsstellen verwies, lediglich als Postulat angenommen.
- Mot-clés
- Date
- 31 décembre 2000
- Type
- Études / Statistiques
- Acteurs
- Sources
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- AB SR, 2000, S. 265 f.12
- Presse vom 11.3.00; LT, 15.5.00; NZZ, 22.7.00. Wie eine Studie der Universität Bern ermittelte, hat die Internetwirtschaft in den letzten Jahren rund 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen (TA, 28.2.00).11
- Siehe stellvertretend dazu AB NR, 2000, S. 445 und 1200. Vgl. auch unten, Teil I, 8a (Berufsbildung).10
de Marianne Benteli
Modifié le 24.03.2016
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