Kommissionssitzungen seien «für die parlamentarische Arbeit von wesentlicher Bedeutung – hier werden Meinungen gebildet, Bündnisse geschlossen und Kompromisse ausgehandelt», führte die SPK-NR zur Begründung ihres Postulats aus, welches das Büro-NR auffordern wollte, zu prüfen, ob ein Pilotprojekt zur Simultanübersetzung der Kommissionssitzungen mithilfe von KI-unterstützten Programmen gestartet werden könnte. Das Kommissionsgeheimnis sei auf jeden Fall zu wahren, da aber in Kommissionen behandelte Geschäfte häufig sehr technisch seien, sei eine Übersetzung in die Landessprachen, wie sie im Ratsplenum simultan geschehe, auch in den vorberatenden Debatten wünschenswert, «wenn nicht sogar sinnvoller» als im Plenum, so die weitere Begründung der Kommission. KI-Lösungen seien zudem wohl weniger teuer als menschliche Lösungen. Die SPK-NR hatte das Postulat im Juni 2024 mit 21 zu 1 Stimmen (3 Enthaltungen) verabschiedet.
Das Büro-NR beantragte Anfang September die Annahme des Vorstosses, wies aber darauf hin, dass bei einer Umsetzung Informationssicherheit und Datenschutz gewährleistet werden müssten. Das Problem der Vertraulichkeit müsse im Postulatsbericht «sorgfältig analysiert» werden. Ende der Herbstsession 2024 nahm der Nationalrat das Postulat stillschweigend an.