Da die Schweiz im internationalen Vergleich zwar über ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem verfüge, dies allerdings nicht in Bezug auf die Digitalisierung gelte – etwas, was insbesondere während der Covid-19-Pandemie ersichtlich geworden sei – unterbreitete der Bundesrat dem Parlament Ende November 2023 die Botschaft zum Verpflichtungskredit für ein Programm zur Förderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen für die Jahre 2025–2034. Das Programm, welches den Namen «Digisanté» trägt, basiert auf der Strategie «Gesundheit 2030». Es soll unter anderem medienbruchfreie Datenflüsse ermöglichen und dabei den Datenschutz, die informationelle Selbstbestimmung und Cybersicherheit gewährleisten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf CHF 623.8 Mio., wobei CHF 102.6 Mio. mit bestehenden Mitteln aus dem BAG und dem BFS finanziert würden. Die restlichen CHF 521.3 Mio. würden für Personalausgaben (nicht verpflichtungskreditrelevant), Entwicklungskosten und Betriebsausgaben (verpflichtungskreditrelevant) benötigt. Insgesamt dauere das Programm zehn Jahre und sei in die vier thematischen Pakete «Voraussetzungen für die digitale Transformation», «Nationale Infrastruktur», «Behördenleistungen digitalisieren» und «Sekundärnutzung für Planung, Steuerung und Forschung» gegliedert. Die Mittel des Verpflichtungskredits sollen pro Projekt freigegeben werden, wobei der Bundesrat die Kompetenz zur Mittelfreigabe gemäss definierter Kriterien erhalten soll.
- Datum
- 22. November 2023
- Prozesstyp
- Bundesratsgeschäft
- Geschäftsnr.
- 23.076
- Quellen
- anzeigen
von Joëlle Schneuwly
Aktualisiert am 30.04.2024
Aktualisiert am 30.04.2024