Die Frankenstärke und die massiven Deviseninterventionen drückten auf die Performanz der SNB. Im Juli gab sie Wechselkursverluste auf den Fremdwährungsbeständen von über CHF 14 Mrd. und einen erwarteten Halbjahresverlust (des Stammhauses) von rund CHF 4 Mrd. bekannt. Dank der Gewinne aus dem UBS-Sonderfonds belief sich der Konzernverlust im ersten Halbjahr dann auf CHF 2.8 Mrd. Aufgrund der Wechselkursverluste auf den im ersten Halbjahr angehäuften Devisenanlagen drehte sich die Negativspirale weiter, so dass das Stammhaus der SNB Ende 2010 einen Verlust von CHF 21 Mrd., der Konzern von CHF 19.2 Mrd. auswies, die ohne die Gewinne aus den Goldgeschäften noch höher ausgefallen wären. Die Darlehen der SNB an den Auffangfonds für toxische UBS-Papiere betrug Ende 2010 noch etwas unter CHF 12 Mrd. (Ende 2009: knapp CHF 21 Mrd.).

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) gab 2011 einen Konzerngewinn von CHF 13.5 Mrd. bekannt. Dieser war vor allem auf die Entwicklung des Goldpreises sowie auf Zinserträge zurückzuführen, während Wechselkurseffekte mit CHF 100 Mio. negativ zum Ergebnis beitrugen. Die Devisenanlagen der SNB betrugen Ende 2011 rund CHF 257.5 Mrd. (Vorjahr: CHF 203.8 Mrd.). Als weitere wichtige Bilanzposition schlug das Darlehen an den SNB StabFund (Stabilisierungsfonds), das die SNB im Zuge der UBS-Rettung gewährt hatte, Ende Jahr noch mit rund CHF 7.6 Mrd. (Ende 2010: CHF 11.8 Mrd.) zu Buche. Im Berichtsjahr wurde die Vereinbarung über die Gewinnausschüttung zwischen dem EFD und der SNB für die Jahre 2011 bis 2015 erneuert. Demnach sollten der Bund und die Kantone bei positiven Ausschüttungsreserven mit Zahlungen von CHF einer Mrd. rechnen können; bei einer Ausschüttungsreserve von über CHF 10 Mrd. mit einem nicht definierten, höheren Betrag. Nachdem die SNB eine allfällige Gewinnausschüttung an den Bund und die Kantone im Herbst des Berichtsjahrs mit Verweis auf die negativen Ausschüttungsreserven noch offen gelassen hatte, konnte dank des überraschend guten Resultats der Betrag von CHF einer Mrd. ausbezahlt werden.

Die Nationalbank (SNB) verbuchte im Berichtsjahr einen Konzerngewinn von CHF 6.9 Mrd. (Vorjahr: CHF 13.5 Mrd.). Zins- und Kursgewinnen auf in- und ausländischen Zinsinstrumenten erwirtschafteten dabei den Hauptanteil des Ergebnisses. Der SNB StabFund (Stabilisierungsfonds) steuerte etwas unter CHF einer Mrd. zum Ergebnis bei. Auf den Fremdwährungsbeständen musste hingegen ein Buchverlust von CHF 10.6 Mrd. hingenommen werden. Trotzdem konnte die Ausschüttung von CHF einer Mrd. an die öffentliche Hand vereinbarungsgemäss vorgenommen werden. Die Devisenanlagen beliefen sich zum Jahresende auf CHF 432.2 Mrd. (Vorjahr: CHF 257.5 Mrd.). Damit waren sie mit Abstand der grösste und am stärksten gestiegene Aktivposten und hauptverantwortlich für die Verlängerung der SNB-Bilanz von CHF 349 Mrd. (Ende 2011) auf CHF 499.4 Mrd. (Ende 2012). Das Darlehen an den SNB StabFund nahm erneut ab und betrug zum Jahresende noch CHF 4.3 Mrd. (Vorjahr: CHF 7.6 Mrd.).

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) erwirtschaftete im Berichtsjahr 2014 einen Jahresgewinn von CHF 38,31 Mia. Massgeblich dazu beigetragen hatte der hohe Erfolg auf Fremdwährungspositionen (CHF 34,49 Mia.). Dieser setzte sich zu ungefähr gleich grossen Teilen aus Zins- und Dividendenerträgen, Kurserfolgen und Wechselkursgewinnen (hauptsächlich auf dem US-Dollar) zusammen. Ebenfalls einen positiven Beitrag zum Jahresergebnis leisteten der Erfolg auf Goldanlagen (CHF 4,07 Mia.) und der Erfolg auf Frankenpositionen (CHF 0,28 Mia.). Weil der hohe Jahresgewinn 2014 die Ausschüttungsreserven der SNB auf über CHF 10 Mia. erhöhte, konnte für das Geschäftsjahr 2014 eine Zusatzausschüttung von CHF 1 Mia. vorgenommen werden. Die Höhe der Zusatzausschüttung wurde auf Basis der Gewinnausschüttungsvereinbarung zwischen EFD und SNB gemeinsam durch die beiden Behörden festgelegt. Die Gesamtausschüttung an Bund und Kantone belief sich damit auf CHF 2 Mia. Die Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verlängerte sich, nach 2011 und 2012, erneut deutlich. Während die SNB per Ende 2013 CHF 490,4 Mia. Aktiva hielt, beliefen sich deren Wert per Ende 2014 auf CHF 561,2 Mia. Damit hielt die Nationalbank per Ende 2014 Aktiva in Wert von über 85% des jährlichen Bruttoinlandprodukts der Schweiz.

Der mit CHF 38 Mrd. ausserordentlich hohe Jahresgewinn 2014 der SNB weckte auf Seiten zahlreicher kantonaler Finanzdirektoren Begehrlichkeiten. Weil die Gewinnausschüttung der Nationalbank aufgrund eines schlechten Ergebnisses im Vorjahr ausgeblieben war, sollte dies durch eine zusätzliche Ausschüttung von mindestens einer Milliarde Franken kompensiert werden, so der Tenor. Die Kantone erhofften sich von zusätzlichen Mitteln aus dem Topf der Nationalbank eine Verbesserung der kantonalen Budgets für das laufende Jahr, die weitestgehend mit Defiziten rechneten.
Ende Januar 2015 einigten sich SNB und das Eidgenössische Finanzdepartement schliesslich auf die von den Kantonen geforderte zusätzliche Ausschüttung über eine Milliarde Franken, wobei ein Drittel dieses Geldes in die Bundeskasse floss und die restlichen Mittel proportional zur Bevölkerungszahl auf die Stände verteilt wurden.

Die Schweizerische Nationalbank wies für das Jahr 2015 mit einem Verlust von CHF 23 Mrd. ein stark negatives Ergebnis aus. Dieses war in erster Linie auf Buchverluste auf Fremdwährungs- (CHF 20 Mrd.) und Goldbeständen (CHF 4 Mrd.) zurückzuführen. Einzig auf den Frankenpositionen vermochte die SNB einen Gewinn von gut CHF 1 Mrd. zu erzielen. Der grosse Jahresverlust kam für viele Ökonomen jedoch nicht überraschend. Weil sämtliche Fremdwährungen im Zuge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses gegenüber dem Franken stark an Wert eingebüsst hatten, wurde der SNB, die in ihrer Bilanz über ein Fremdwährungspolster von beinahe CHF 600 Mrd. (Ende 2015) verfügte, ein stark negatives Jahresergebnis prognostiziert.
Wie bereits in den Jahren zuvor unterlag die Bilanz der SNB auch 2015 einem starken Wachstum. Die Bilanz verlängerte sich um CHF 80 Mrd. auf rund CHF 640 Mrd. und entsprach damit fast genau dem Schweizerischen Bruttoinlandsprodukt dieses Jahres. Die neuerliche Bilanzausweitung war hauptsächlich mit einem Anwachsen der Devisenbestände zu erklären, was darauf hindeutete, dass die SNB auch 2015 aktive geldpolitische Massnahmen ergriff, um schwächend auf den Franken einzuwirken.