Eine weitere Sofortmassnahme zur Stabilisierung des Bankensystems bestand in der massiven Verbesserung des Einlegerschutzes. Nachdem der Bundesrat bis anfangs Oktober eine Erhöhung der geschützten Einlagen nach dem Vorbild der meisten anderen europäischen Industriestaaten abgelehnt hatte, schlug er in seiner am 5. November verabschiedeten Botschaft für die Unterstützung für die UBS vor, sie von 30'000 auf CHF 100'000 anzuheben. Die dafür von der Gesamtheit der Banken garantierte Summe soll gleichzeitig von maximal vier auf CHF sechs Mrd. erhöht werden. Die Banken sollen zudem verpflichtet werden, genügend inländisch gedeckte Aktiven zur Absicherung des Einlegerschutzes zu halten. Das neue Regime soll nach der Verabschiedung durch das Parlament sofort in Kraft treten und bis Ende 2010 gelten. Bis zu diesem Zeitpunkt möchte die Regierung eine Revision der heutigen Bestimmungen auf dem ordentlichen Weg durchführen. Dabei gelte es insbesondere zu überprüfen, wie der Einlegerschutz nachhaltig auch für grosse Finanzkrisen ausgestaltet werden kann. Dabei müsse insbesondere vermieden werden, dass beim Zusammenbruch einer Bank die anderen in die Pflicht genommenen Banken ebenfalls in Schwierigkeiten geraten.
Dossier: Too-big-to-fail (TBTF) après la crise financière 2008- Mot-clés
- Date
- 5 novembre 2008
- Type
- Objet du conseil fédéral
- n° de l'objet
- 08.076
- Sources
-
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- AB NR, 2008, S. 1196
- BBl, 2008, S. 8841 ff.
- Presse vom 6.11.08.
de Hans Hirter
Modifié le 22.03.2025
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