Ruhiger verlief das Wahlgeschehen in zwei anderen Innerschweizer Kantonen. In Nidwalden hatte die erste Landratswahl nach der Einführung des Proporzes zwar eine gegenüber früher doppelt so grosse Kandidatenzahl, aber keinen parteipolitischen Erdrutsch zur Folge. Wie erwartet, musste die CVP eine Reihe von Sitzverlusten hinnehmen, konnte aber ihre absolute Mehrheit wahren. Gelang es der SP trotz dem geänderten Wahlverfahren nur gerade, ihr 1974 verloren gegangenes Mandat zurückzuholen, so leiteten die Freisinnigen aus ihrem guten Ergebnis den Anspruch auf ein zusätzliches Regierungsratsmandat ab. Die Landsgemeinde folgte einige Wochen später der entsprechenden Argumentation und entschied sich in der Kampfwahl um den neunten Regierungssitz mit knappem Mehr für den freisinnigen Kandidaten.
Dossier: Elections cantonales - NidwaldDossier: Elections cantonales 1982