Die Tendenzen der letzten Nationalratswahlen bestätigten sich auch in den kantonalen Wahlen von 1985. Bei den Parlamentswahlen gewannen die Grünen verschiedener Schattierung erneut an Terrain. Neben den ökologischen Fragen bestimmte das verschärfte Klima im Asylwesen die politische Diskussion und verhalf der nationalen Rechten in der Westschweiz zu spektakulären Erfolgen. Wählerverluste mussten dagegen die Regierungsparteien, insbesondere die SP, hinnehmen. Die zunehmende Polarisierung in den politischen Auseinandersetzungen hob die Stimmbeteiligung leicht an. Weiter nahmen in mehreren Kantonen die Frauenanteile in den Parlamenten zu; in Genf sind nun 25% der Abgeordneten Frauen. Gleich in drei Kantonen wurde die parteipolitische Zusammensetzung der Exekutive verändert. Verliererin war wiederum die SP, die sowohl im Aargau wie in Solothurn ihr zweites Regierungsmandat abtreten musste. Neu stellt die CVP in Solothurn und Genf Zweiervertretungen. Bei der FDP halten sich ein Sitzgewinn im Aargau und ein Verlust in Genf die Waage.
Dossier: Elections cantonales 1985