Mauro Poggia (mcg, GE) verlangte vom Bundesrat im März 2024 mittels Postulat einen Bericht, der aufzeigt, welche Vor- und Nachteile mit der Schaffung einer kantonalen Ausgleichskasse entständen. Poggia führte in der Sommersession 2024 im Ständerat aus, dass die von ihm vorgeschlagene Institution für alle Kantone freiwillig wäre und es sich explizit nicht um eine Einheitskrankenkasse – wie dies bei der eidgenössischen Volksinitiative «Für eine soziale Einheitskrankenkasse» der Fall sei – handle. Die Idee bestehe darin, eine kantonale Ausgleichskasse zu errichten, welche die Prämienhöhe festlegen, die Kosten der OKP finanzieren und administrative Aufgaben erledigen würde, um die Bildung von zu hohen Reserven zu verhindern, welche die Prämien letztendlich in die Höhe trieben. Auch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sprach sich für die Annahme des Postulats aus: Obschon der Bundesrat der Idee «kritisch» gegenüber stehe, sei es wichtig, in der aktuellen Situation dieses System genauer zu untersuchen. Die kleine Kammer nahm das Postulat im Anschluss stillschweigend an.