Sich auf provisorische Zahlen stützend, gab die Schweizerische Nationalbank Anfang Januar 2024 bekannt, auch im Geschäftsjahr 2023 rote Zahlen geschrieben zu haben. In ihrer Medienmitteilung vom März 2024 legte die SNB schliesslich die definitiven Zahlen vor und eröffnete, dass sie im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust von CHF 3.2 Mrd. eingefahren habe. Während sie zwar auf den Fremdwährungspositionen (+CHF 4 Mrd.) und in der Bewertung des Goldbestands (+CHF 1.7 Mrd.) Gewinne verzeichnet habe, ergebe sich dieser Jahresverlust aus dem Minus bei den Frankenpositionen (-CHF 8.5 Mrd.). Weiter resultiere unter zusätzlicher Berücksichtigung der Zuweisung von CHF 10.5 Mrd. an die Rückstellungen für Währungsreserven und der negativen Ausschüttungsreserve von CHF 39.5 Mrd. ein Bilanzverlust von insgesamt rund CHF 53.2 Mrd.

Aufgrund dieser Ergebnisse entfiel die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone sowie an die Aktionärinnen und Aktionäre für das abgelaufene Jahr erneut. Dies entspreche den Bestimmungen des NBG und der Gewinnausschüttungsvereinbarung zwischen der SNB und dem EFD, gemäss welchen bei einem Jahresverlust sowie negativen Ausschüttungsreserven der SNB keine Ausschüttungen erfolgen könnten. Wie Le Temps verlauten liess, sei dieser Ausfall zum zweiten Mal in Folge für die kantonalen Finanzen schmerzhaft – auch wenn ein Grossteil der Kantone diese Möglichkeit in ihren Budgets bereits berücksichtigt habe. Gemäss Fachleuten sei nicht damit zu rechnen, dass die Nationalbank in naher Zukunft Gewinne ausschütten werden könne, stellte die Presse zudem in Aussicht. Damit eine Gewinnausschüttung wieder möglich werde, müsse die SNB im laufenden Jahr über CHF 65 Mrd. Gewinne erzielen, was auch unter guten Voraussetzungen bei der Börse kein leichtes Unterfangen darstelle, präzisierte etwa der Tages-Anzeiger.