In der Sommersession 2024 behandelte der Ständerat ein Postulat Friedli (svp, SG), das den Bundesrat veranlasst zu prüfen, ob Bezahlkarten für Asylsuchende eingeführt werden könnten. Die Postulantin hatte in ihrer Begründung auf Deutschland verwiesen, welches ein solches System kurz zuvor in gewissen Regionen eingeführt hatte, um die missbräuchliche Verwendung der Sozialhilfegelder zu unterbinden. Der Bundesrat beantragte das Postulat zur Ablehnung; er erachtete das Missbrauchspotenzial aufgrund der «geringfügige[n] Beträge», die den Personen nach der Deckung der lebensnotwendigen Bedürfnisse übrigblieben, als unerheblich, den Initialaufwand und die laufenden Kosten in Zusammenhang mit einem Bezahlkartensystem hingegen als beträchtlich. Anders sah dies wohl der Ständerat, der sich mit 28 zu 14 Stimmen für die Prüfung eines solchen Systems aussprach.