Maximilian Schubiger befasst sich in seiner Dissertation mit ungültig erklärten Volksinitiativen auf Kantonsebene und untersucht die Faktoren, die zu diesen Entscheidungen führen. Die Zulässigkeit von kantonalen Volksbegehren ist durch die kantonale Gesetzgebung und das eidgenössische Normengefüge im Prinzip klar abgesteckt. So müssen Regierungen und Parlamente kritische und mit den geltenden Normen kollidierende Volksinitiativen ungültig erklären. Hinter dieser juristischen Erwägung steht jedoch ein politischer Prozess, weswegen diese Entscheidungen einer (partei-) politischen Auseinandersetzung unterworfen sind. Während es auf eidgenössischer Ebene bisher nur vier ungültig erklärte Volksinitiativen gab, sind es auf kantonaler Ebene über 200. Und während sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen zwischen den Kantonen ähnlich sind und einander durchaus ähnliche Volksinitiativen in verschiedenen Kantonen unterschiedlich beurteilt werden, drängt sich die Frage auf, welche Faktoren solche Entscheide beeinflussen. Fallstudien und ein systematischer Kantonsvergleich sollen helfen, die Frage zu beantworten, wie sich die unterschiedliche Anzahl ungültig erklärter Volksinitiativen in den Kantonen erklären lässt.