Um die – nach der Schliessung der Deponie Kölliken (AG) dringlich gewordene – kontrollierte Endlagerung von Sondermüll zu gewährleisten, schlug der Bund in Zusammenarbeit mit den Industriekantonen des Mittellandes fünf mögliche Deponiestandorte vor. Im Rahmen der Präsentation der Vorstellungen des Bundesrates zur künftigen Sondermüllentsorgung wurden die Gemeinden Pieterlen (BE), Pfaffnau (LU), Hägendorf (SO), Ormalingen (BL) und Dietgen (BL) als mögliche Standorte für Sonderabfalldeponien bezeichnet. Die betroffenen Gemeinden lehnten die Errichtung von Sonderabfalldeponien auf ihrem Gebiet jedoch entschieden ab. In seiner Stellungnahme zu einer Motion Spoerry (fdp, ZH) bekräftigte der Bundesrat, dass er nötigenfalls von seiner Kompetenz, selber solche Standorte zu bestimmen, Gebrauch machen werde. Eine Denkpause bei der Suche nach neuen Deponien forderten namentlich auch Umweltschutzkreise; sie kritisierten das bundesrätliche Sonderabfallentsorgungskonzept, da es statt bei der Abfallverminderung erst bei der Entsorgung einsetze, und verlangten vom Bund Vorschläge, wie die Sondermüllmenge bis zum Jahr 2000 um die Hälfte reduziert werden könne.
- Mot-clés
- Date
- 18 décembre 1985
- Type
- Motion
- n° de l'objet
- 85.971
- Acteurs
- Sources
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Afficher
- NZZ, 4.3., 12.4. und 29.4.86; Presse vom 11.4.86; BaZ, 16.4., 28.6. und 7.7.86; WoZ, 17.5.86 ; Ww, 9.10.86 ; Bund, 22.12.86.
- Verhandl. B. vers., 1985, V, S. 80
de Katrin Holenstein
Modifié le 04.03.2021
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