Die AG für Werbeforschung (Wemf) präsentierte im Oktober die aktuellen Zahlen zur Mediennutzung in der Schweiz und dies zum ersten Mal unter Anwendung einer neuen Messmethode. Zu den grössten Änderungen gehörte zum einen, dass das Unternehmen neu auch Interviews mit Personen ohne eingetragenen Festnetzanschluss durchführte, wobei Wemf sowohl auf Mobiltelefonnummern als auch auf nicht-eingetragene Festnetzanschlüsse zurückgriff. Zum anderen holte die Forschungsinstitution Auskünfte von 40 Prozent der insgesamt ca. 19'000 interviewten Personen mittels Online-Befragung ein. Während die erste Neuerung zum Zwecke einer besseren Repräsentation der jungen, erwerbstätigen Bevölkerung erfolgte, soll der Beizug einer etwas anonymisierteren Form der Befragung dazu beitragen, dass die Umfrageteilnehmer ihren Medienkonsum weniger stark überschätzen. Die erwähnten Umstellungen in der Erhebungsmethode lassen keine qualifizierten Vergleiche zum Vorjahr zu. Feststellen lässt sich jedoch, dass insbesondere Boulevard- und Pendlerblätter aktuell besser abschneiden als zuvor, während die Magazine an Bedeutung verloren haben. Ferner wies Wemf die verkauften Auflagen ebenfalls erstmals separat für E-Paper aus. Hier zeigte sich, dass insbesondere die NZZ und die «NZZ am Sonntag» ihren Kunden erfolgreich ein papierloses Zeitungsabonnement verkaufen konnten.
- Schlagworte
- Datum
- 2. Oktober 2013
- Prozesstyp
- Studien / Statistiken
- Quellen
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- NZZ, 17.9. und 2.10.13.
von Marlène Gerber
Aktualisiert am 05.03.2025
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