Der Nationalrat befasste sich in der Sommersession 2024 mit einer Motion Bregy (mitte, VS), welche eine Parkgebührenbefreiung für gehbehinderte Personen forderte. Laut dem Motionär sind gehbehinderte Personen in verschiedenen Kantonen und Gemeinden bereits von Parkgebühren befreit. Mit einer Anpassung der VRV solle diese Praxis schweizweit vereinheitlicht werden. Gelten solle diese Parkgebührenbefreiung nur auf öffentlichen, nicht jedoch auf privat bewirtschafteten Parkplätzen.
Verkehrsminister Albert Rösti beantragte im Namen des Bundesrats die Ablehnung der Motion. Die «Kompetenz des Gebührenwesens im Strassenverkehr» liege gemäss der Verfassung bei den Kantonen. Einen Eingriff in die kantonalen und kommunalen Bestimmungen betreffend Parkgebühren lehne der Bundesrat ab.
Die grosse Kammer stellte sich allerdings hinter Bregys Anliegen und nahm die Motion mit 125 zu 57 Stimmen (bei 9 Enthaltungen) an. Ablehnende Stimmen kamen aus den Fraktionen der SVP, der FDP und der GLP, welche allesamt mehrheitlich gegen die Motion stimmten.