Im Februar legte die Stiftung «Klimarappen» dar, wie sie ihr Ziel, eine CO2-Reduktion von insgesamt neun Mio. Tonnen bis 2012, erreichen will. Seit Oktober 2005 bezahlt jeder Autofahrer einen Aufpreis von eineinhalb Rappen pro Liter Benzin oder Diesel (Klimarappen), was gemäss der Stiftung einen Ertrag von insgesamt CHF 740 Mio. ergeben soll. Rund zwei Drittel der Summe, CHF 520 Mio., will sie für emissionssenkende Projekte im Inland einsetzen, davon CHF 180 Mio. für die energetische Sanierung von Häusern und CHF 190 Mio. für die Förderung erneuerbarer Energien und für Projekte, die der effizienteren Nutzung des Treibstoffs dienen (z.B. Kurse für Berufschauffeure). CHF 204 Mio. sind für Projekte im Ausland bestimmt. Im Herbst gab die Stiftung den Abschluss von Verträgen mit einem Reduktionsvolumen von insgesamt 3.6 Mio. Tonnen CO2 bekannt. Eine erste Bilanz bestätige, dass CO2-Reduktionen im Ausland wesentlich billiger seien als im Inland, dass aber auch die Qualität der Projekte variiere. Die Stiftung setze mehr als zwei Drittel der Mittel im Inland ein, erwarte daraus jedoch nur einen Betrag von einem Neuntel bis einem Fünftel des angestrebten Reduktionsvolumens.
- Schlagworte
- Datum
- 3. Februar 2006
- Prozesstyp
- Positionspapier und Parolen
- Akteure
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- Presse vom 4.2., 1.6., 30.6. und 20.10.06.
von Magdalena Bernath
Aktualisiert am 06.01.2026
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