Die Massnahmen der Strukturpolitik sehen sich in der Regel weniger grossen Einwänden ausgesetzt als die konjunkturpolitisch motivierten Staatsinterventionen. Die Notwendigkeit der teilweisen Behebung der Standortnachteile von Berg- und Randregionen wird aus staats- und raumordnungspolitischen Gründen in weiten Kreisen anerkannt. Von den Bundesunterstützungen für Diversifikationsvorhaben in wirtschaftlich einseitig strukturierten Gegenden profitiert nun auch das südöstliche Bodenseeufer (Teile der Kantone St. Gallen und Thurgau). Das Schwergewicht dieser Massnahmen entfällt aber immer noch auf die Uhrenregionen, befinden sich doch mehr als drei Viertel der 41 bisher unterstützten Projekte in diesem Raum. Eine direkte Massnahme zur Förderung der Uhrenindustrie – die den Bund allerdings nichts kostet – besteht in der staatlich verbürgten Qualitätskontrolle, deren Fortführung um zehn Jahre der Bundesrat dem Parlament vorschlägt. Weitere acht Bergregionen erhielten durch die Genehmigung ihrer Entwicklungskonzepte die Berechtigung, finanzielle Beihilfe gemäss dem Investitionshilfegesetz für Berggebiete (IHG) zu beziehen.
Dossier: Mesures de promotion de l'économie suisse dans les années 1980- Mot-clés
- Date
- 19 novembre 1980
- Type
- Objet du conseil fédéral
- Sources
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- BBl, 1980, I, S. 1337
- BBl, 1980, III, S. 1333 ff.
- Fischer (1980). Der Wohlstand der Kantone, Band 1
- Geschäftsbericht BR, 1980, S. 263
- Geschäftsbericht BR, 1980, S. 264 f.
- Hollenstein und Lörtscher (1980). Die Struktur- und Regionalpolitik des Bundes
- Ldb, 11.4.80; Suisse, 17.6.80.
- Mühlemann (1980). Dokumente und Informationen zur schweiz. Orts-, Regional- und Landesplanung: Zur Beurteilung der Effizienz regionaler Wirtschaftsförderung
- Mühlemann und Brugger (1980). Regionale Disparitäten
de Hans Hirter
Modifié le 18.06.2021
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