Die UNIVOX-Untersuchung zur Frage «Was halten die Schweizer von ihren Medien?» zeigte, dass sich die Presse gegen die elektronische Konkurrenz zu behaupten weiss: In der täglichen Nutzung rangierte sie mit 83 Prozent deutlich vor Radio (66%) und Fernsehen (55%).

Die allgemeinen Tendenzen in der Printmedienlandschaft sind allerdings schwierig auszumachen: Zwar schritt die Monopolisierung weiter voran, stiess hingegen sowohl im Falle der Jean Frey-Gruppe, welche zu den Unternehmen Werner K. Reys gehört, als auch in demjenigen Ringiers, an bestimmte Grenzen. Rey hatte sich zuerst die Aktienmehrheit des «Walter»-Verlags einverleibt, diese im November jedoch wieder abgestossen. Im Falle Ringiers führten Akquisitionen im Ausland, Einbussen im Werbeeingang und Experimente im Magazinbereich, wie z.B. die Lancierung des Magazins «Emois» (im Dezember 1988 eingestellt) dazu, dass die Ertragserwartungen auch dieses Jahr nicht erfüllt wurden. Die Curti Medien AG versuchte ihrerseits, das einst renommierte, jetzt aber defizitär gewordene «Schweizer Frauenblatt» abzustossen. Von verschiedener Seite wurde der Wunsch geäussert, die Zeitschrift wieder in den Besitz des Bunds Schweizerischer Frauenorganisationen (BSF) zu übergeben.