Förderung von sozialen Unternehmen (Mo. 21.3891)

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Mittels Motion forderte Niklaus-Samuel Gugger (evp, ZH) Mitte 2021 die Förderung von sozialen Unternehmen in der Schweiz. Der Bundesrat soll dazu angehalten werden, die gesetzliche Rahmenordnung so anzupassen, dass soziales Unternehmertum stärker anerkannt, gefördert und insbesondere in der Strategie «Nachhaltige Entwicklung 2030» eingebunden wird. Soziale Unternehmen seien nicht nur auf den eigenen Gewinn fokussiert, sondern würden das ökologische, soziale und kulturelle Wohl der Gesellschaft achten und fördern, betonte der Motionär. Es bedürfe aber gesetzlicher Anpassungen, damit sich solche Gesellschaften gegenüber rein profitmaximierenden Unternehmen behaupten könnten.
Bundesrat Guy Parmelin legte in der Sommersession 2023 im Nationalrat dar, weshalb der Gesamtbundesrat gegen Annahme der Motion sei. Denn nicht nur soziale Unternehmen trügen zur Prosperität der Schweiz bei, sondern alle Unternehmen. Man lehne eine Vermischung von Wirtschafts- und Sozialpolitik oder die Schaffung exklusiver Rahmenbedingungen für gewisse Sektoren und Unternehmen ab, zumal es bereits für die Förderung des sozialen Unternehmertums günstige Rahmenbedingungen gebe – etwa durch deren Berücksichtigung im öffentlichen Beschaffungswesen gemäss BöB. Mit 93 zu 80 Stimmen bei 10 Enthaltungen nahm die grosse Kammer die Motion dennoch an. Für eine Annahme stimmten dabei die geschlossenen Fraktionen der SP und der Grünen, die beinahe geschlossene Mitte-Fraktion, eine Mehrheit der GLP-Fraktion sowie ein Vertreter aus der FDP.Liberalen-Fraktion.

Dossier: Soziales Unternehmertum

En début d'année 2024, la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats (CER-CE) s'est prononcée en défaveur de la motion par 7 voix contre 1 et 4 abstentions. Pour la commission, il n'y a pas besoin d'encourager les entreprises sociales, le droit des sociétés ne les entravant pas dans l'exercice de leurs activités, et le droit des marchés publics offrant déjà aux pouvoirs adjudicateurs la possibilité de les encourager.
Lors du débat à la chambre haute, Hans Wicki (plr, NW) a représenté l'avis de la commission en insistant sur l'inutilité d'établir de nouvelles bases légales. Le ministre de l'économie Guy Parmelin a salué l'importance des entreprises à responsabilité sociale, tout en rappelant que le cadre légal est suffisant et que cette motion générerait de la bureaucratie superflue. Finalement, le Conseil des Etats a rejeté tacitement la motion, qui se trouve ainsi liquidée.

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