Bundesrat Cassis reiste Anfang Juli 2023 nach Kasachstan, Usbekistan und Pakistan, um die bilateralen Beziehungen mit diesen Staaten zu stärken und sich über die geopolitische Lage der Region und deren Entwicklungsperspektiven zu informieren. Die Reise führte den Aussenminister zuerst nach Kasachstan, wo er an der Wiedereröffnungsfeier des Schweizer Honorarkonsulats in Almaty teilnahm und Vertretungen der lokal ansässigen Schweizer Unternehmen traf. Bei den offiziellen Gesprächen mit den politischen Delegationen ging es primär um die Bretton-Woods-Institutionen (Weltbank, IWF), da sowohl Kasachstan wie auch Usbekistan Mitglieder der Schweizer Stimmrechtsgruppe waren. Darüber hinaus diskutierte Bundesrat Cassis sicherheitspolitische Belange mit den beiden OSZE-Staaten und die Beziehungen der Länder zu ihren Nachbarstaaten angesichts des russischen Aggressionskriegs gegen die Ukraine. Auch das regionale Wassermanagement wurde thematisiert, nachdem 2014 ein zwischenstaatlicher Dialog ins Leben gerufen worden war, um den Konkurrenzkampf um Wasserressourcen zu vermeiden. Der Bundesrat teilte in seiner Medienmitteilung mit, dass Kasachstan und Usbekistan bereits Reformen in ihrer nationalen Wasserpolitik durchgeführt hätten. Zum Abschluss der Auslandreise traf sich Bundesrat Cassis mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, um die Solidarität der Schweiz im Nachgang der grossen Flutkatastrophe 2022 zu betonen.

Dossier: Staatsbesuche im Ausland 2023