Im Kanton Glarus trat Kaspar Zimmermann (svp) altershalber zurück. Im ersten Wahlgang erreichte keiner der vier Kandidaten das absolute Mehr, der offizielle SVP-Kandidat Röbi Marti erzielte aber klar das beste Resultat vor der CVP-Kandidatin Doris Hösli-Lampe und seinen parteiinternen Rivalen Hans Peter Gisler und Paul Aebli. Im zweiten Wahlgang vom 6. April machte der auch von der FDP unterstützte Marti klar das Rennen. Die CVP scheiterte mit ihrer Frauenkandidatur: Hösli, die auch von der SP und den Grünen unterstützt wurde, vermochte ihren Gegenkandidaten in keiner einzigen der 29 Gemeinden zu schlagen. Im Vorjahr war sie bei Ersatzwahlen bereits Willy Kamm (FDP) unterlegen. Der Glarner Regierung gehört somit weiterhin keine Frau an; seit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 war sechsmal eine Frauenkandidatur erfolglos geblieben.
- Schlagworte
- Datum
- 6. April 1997
- Prozesstyp
- Wahlen
- Akteure
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- Glarus
- Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; -2020)
- Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz (FDP; -2009)
- Grüne Partei der Schweiz (GPS)
- Schweizerische Volkspartei (SVP)
- Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SPS)
- Zimmermann, Kaspar (GL, svp/udc)
- Marti, Röbi (GL, svp/udc)
- Hösli-Lampe, Doris (GL, cvp/pdc)
- Gisler, Hanspeter (GL, svp/udc)
- Aebli, Paul (GL, svp/udc)
- Kamm, Willy (GL, fdp/plr)
- Quellen
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- Presse vom 17.3. und 7.4.97.
von Eva Müller
Aktualisiert am 04.03.2026
Aktualisiert am 04.03.2026