Die zunehmende Interdependenz zwischen Einzelstaaten und Staatengruppen schafft immer mehr Probleme, die sich nur mittels multilateraler Kontakte lösen lassen. Während die wirtschaftliche Integration Europas, über die wir an anderer Stelle ausführlicher berichten werden, aufgrund der Rezession etwas ihren Schwung verlor, zeichnete sich in letzter Zeit vor allem im Rahmen des Europarates eine stärkere Tendenz zur politischen Zusammenarbeit und zur Harmonisierung verschiedener Rechtsgebiete ab. Die Schweiz nahm regen Anteil an den Bestrebungen des Europarates; von insgesamt 85 europäischen Übereinkommen ist sie bisher jedoch erst deren 39 beigetreten. Nachdem unser Land 1974 die Europäische Menschenrechtskonvention' ratifiziert hat, verlangen verschiedene Stimmen eine baldige Ratifizierung auch des sozialrechtlichen Pendants, der Europäischen Sozialcharta; die Beitrittsfrage wird vom Bundesrat geprüft.
- Mot-clés
- Date
- 29 janvier 1975
- Type
- Relations internationales
- Sources
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- BBl, 1974, II, S. 1146 ; Gesch.ber., 1975, S. 11 und 26 ff. ; NZZ, 21, 27.1.75 ; 23, 29.1.75 ; 129, 7.6.75.; Gesch.ber., 1975, S. 26; P. R. Jolles, "Schweizerische Europapolitik" und H.-P. Furrer, "La Suisse et le Conseil de l'Europe", in Handbuch..., S. 397 ff. und 423 ff.
- Europa, 42/1975, Nr. 3, S. 10 f. ; NZ, 79, 11.3.75 ; Verhandl. B.vers., 1975, V, S. 44 (Einfache Anfrage NR Muheim, sp, LU) ; Gesch.ber., 1975, S. 26.; S. Trechsel, "Die Schweiz und die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten" sowie J. P. Müller, "Die Schweiz und die Europäische Sozialcharta", in Handbuch..., S. 361 ff. und 389 ff.
de Peter Hablützel
Modifié le 09.08.2017
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