Mit einem Ja-Anteil von 67.8 Prozent (Asylgesetz, AsylG) und 68 Prozent (Ausländergesetz, AuG) fiel das Verdikt des Volks deutlich aus. Kein einziger Kanton votierte gegen die beiden Vorlagen. Beim Asylgesetz war die Zustimmung mit 80.1 Prozent im Kanton Schwyz am deutlichsten, das Ausländergesetz fand mit 79.7 Prozent in Nidwalden den grössten Zuspruch. Am knappsten wurden die beiden Vorlagen mit 52.5 Prozent bzw. mit 51.3 Prozent im Kanton Genf angenommen. Zwei Hauptelemente prägten das Abstimmungsverhalten beim Asyl- und Ausländergesetz: Erstens differierten die Resultate kaum, die beiden Vorlagen wurden als ein Gesamtpaket gesehen. Zweitens fiel das Ja in der französischsprachigen Schweiz und in den Deutschschweizer Grossstädten knapper aus. Der Entscheid wurde vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) bedauert, besonders besorgt war es darüber, dass Asylsuchende künftig einen gültigen Pass vorlegen müssen.
Abstimmung vom 24. September 2006
Asylgesetz (AsylG). Teilrevision
Beteiligung: 48.9%
Ja: 1'598'399 (67.8%)
Nein: 760'787 (32.2%)
Parolen:
– Ja: CVP (6*), FDP (1*), SVP, LP, SD, EDU, FPS, Lega; Economiesuisse, SGV, SBV.
– Nein: SP, EVP, CSP, PdA, GP; SGB, Travail.Suisse, ev. und kath. Landeskirchen, Hilfswerke, Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH).
* In Klammer Anzahl abweichender Kantonalsektionen
Abstimmung vom 24. September 2006
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG)
Beteiligung: 48.9%
Ja: 1'602'134 (68.0%)
Nein: 755'119 (32.0%)
– Parolen: Ja: CVP (6*), FDP (1*), SVP, LP, SD, EDU, FPS, Lega; Economiesuisse, SGV, SBV.
– Nein: SP, EVP (1*), CSP, PdA, GP; SGB, Travail.Suisse, ev. und kath. Landeskirchen, Hilfswerke, Schweizerische Flüchtlingshilfe.
* In Klammer Anzahl abweichender Kantonalsektionen