Im Juni 2023 reichte Philippe Bauer (fdp, NE) eine Motion mit dem Titel «Endlich wissen, wie viele (zugelassene oder nicht zugelassene) Motorfahrzeuge sich in der Schweiz befinden!» ein. Bauer bemängelte darin, dass Fahrzeuge zu oft vorzeitig verschrottet, entsorgt oder exportiert würden und somit Ressourcen aus der Kreislaufwirtschaft abfliessen würden. Dies stelle sowohl für die Umweltpolitik als auch für die Wirtschaftlichkeit von Autowerkstätten ein Problem dar. Der Motionär forderte darum, dass die Verordnung über das Informationssystem Verkehrszulassung so angepasst wird, dass ausser Verkehr gesetzte Fahrzeuge ebenfalls vom Informationssystem erfasst werden.

In der Herbstsession 2023 überwies der Ständerat die Motion mittels Ordnungsantrag Maret (mitte, VS) der KVF-SR zur Vorberatung. Die Mehrheit der KVF-SR unterstütze nach der Vorprüfung das Anliegen der Motion, allerdings denkbar knapp: Bei 5 zu 5 Stimmen fällte die Kommissionspräsidentin den Stichentscheid. Der Bundesrat lehnte die Motion hingegen ab. Albert Rösti gab in der Ratsdebatte in der Frühjahrsession 2024 an, dass mit der Änderung der Verordnung bei grossem administrativen Aufwand keine zusätzlichen Informationen erfasst würden. Verschrottete und exportierte Fahrzeuge, die nicht mehr funktionstüchtig sind, würden der Verwaltung bereits gemeldet. Einzig bei funktionstüchtigen Fahrzeugen, die ins Ausland exportiert werden, bestehe eine Informationslücke, die aber mit der Forderung der Motion nicht geschlossen würde. Die Abstimmung fiel schlussendlich sehr knapp aus: Der Ständerat lehnte die Motion mit 21 zu 20 Stimmen ohne Enthaltung ab, wobei sich sowohl zustimmende als auch ablehnende Stimmen über alle Fraktionen verteilten.