Mittels parlamentarischer Initiative forderte Baptiste Hurni (sp, NE) Mitte Mai 2023 eine Ausweitung der Definition von Berufskrankheiten im UVG. Gerade stressbedingte Erkrankungen hätten es mit der heutigen Gesetzeslage schwer, als Berufskrankheiten anerkannt zu werden. Diese nähmen jedoch momentan rapide zu, was hohe Kosten generiere. Ein Ausbau des Versicherungsschutzes hätte den Vorteil, dass Arbeitgebende präventiv arbeiten würden, um stressbedingte Erkrankungen am Arbeitsplatz vorzubeugen. Auch Arbeitnehmende würden dadurch entlastet, die durch den fortwährenden Anstieg der Krankenkassenprämien ohnehin bereits starken finanziellen Druck verspürten, so der Initiant.
Anfang Mai 2024 beschloss die SGK-NR mit 16 zu 8 Stimmen der Initiative keine Folge zu geben, da sich «die aktuelle Regelung bewährt» habe und «weiterhin zeitgemäss» sei.